VOM WINDAUGE ZUM FENSTERGLAS

Heute ist jedes Gebäude damit ausgestattet und wir benutzen es völlig selbstverständlich: das Fenster. Doch dies war nicht immer so. Fenster waren früher zum Teil eher ein notwendiges Übel. Denn ihre Funktion hat sich – vor allem in unseren Breitengraden – gewaltig geändert. Heute dienen Fenster in erster Linie dazu, Licht ins Gebäude zu lassen. Früher hatten sie die Aufgabe, den Rauch der im Haus befindlichen Feuerstelle nach draußen zu leiten. Dementsprechend wurde die Wandöffnung im Germanischen auch „Windauge“ genannt. Eine Bezeichnung, die stark an das englische Wort „window“ erinnert. Doch die Wandöffnungen ließen nicht nur den Rauch hinaus, sondern auch Regen, Wind und Kälte herein. Aus diesem Grund deckten die Menschen damals die Öffnungen mit Häuten, Pergament oder Stoff ab.

Das Fensterglas zog erst wesentlich später in die Wohnbauten ein

Obwohl bereits die Steinzeitmenschen Glas nutzten, z. B. für Werkzeuge (mehr hierzu), verbreiteten sich Glasfenster erst ab dem 12. Jahrhundert. Aufgrund der hohen Kosten waren sie zunächst meist nur in Kirchen oder Residenzen wohlhabender Familien zu finden. Später wurden auch Burgen damit ausgestattet. Ein Problem war, dass damals nur kleine Glasplatten hergestellt werden konnten, was zu den sogenannten Butzenscheiben oder den Sprossenfenstern führte.

Erst in den letzten 150 Jahren hat sich die Glasherstellung bedeutend entwickelt und obwohl sich die Produktionsmethoden immer mehr verbesserten, war das Glas lange nicht ganz klar und gleichmäßig dick. Abhilfe schaffte das sogenannte Floatglas-Verfahren. Hier wird die Glasschmelze auf flüssiges Zinn aufgebracht und schwimmt so lange darauf, bis es auf ein Band geleitet wird, auf dem es endgültig auskühlt. Diese Technik wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts von einem Engländer entwickelt, kam aber erst ca. 1960 industriell zum Einsatz. Heute wird ein Großteil des Fensterglases mit diesem Verfahren hergestellt. Und selbstverständlich nutzen auch wir es, um unseren Kunden die beste Glasqualität zu bieten.  Als UNIGLAS® Gesellschafter bietet Glas Marte einen hohen technischen Standard bei Isolierglas, der kontinuierlich an aktuelle Herausforderungen des Markts angepasst wird.

Isolierglas hat viele Facetten

Unsere Lösungen sind so universell und flexibel wie die moderne Raumplanung. Großzügige Fensterflächen und transparente Fassaden schaffen helle Räume zum Leben und Arbeiten. Innovative Glasanwendungen tragen außerdem entscheidend zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen bei: Sie können Wärmedämmung und Energiegewinnung fördern.

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